Joshua Kennedy

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Joshua Kennedy
Joshua Blake Kennedy (* 20. August 1982 in Wodonga, Australien) ist ein australischer Fußballspieler.

Karriere

Kennedy ist seit 1999 Profifußballer und spielte seit 2000 bis 2009 für sechs deutsche Vereine.

Anfänge

1999 bis 2000 spielte Kennedy beim australischen Verein Carlton SC, bis er nach Deutschland wechselte. Nachdem er sich sowohl beim VfL Wolfsburg, als auch beim 1. FC Köln in der 1. Bundesliga nicht hatte durchsetzen können, gelang es ihm nach seinem Wechsel zu Dynamo Dresden, sich einen Stammplatz zu erobern. Kennedy wurde von Auswahltrainer Guus Hiddink in das Team der Socceroos (australische Nationalmannschaft) zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland berufen, wo er zweimal als Einwechselspieler zum Einsatz kam.

1. FC Nürnberg

Nach der WM wechselte Kennedy zum Erstligisten 1. FC Nürnberg. Allerdings stand sein dritter Anlauf in der höchsten deutschen Spielklasse unter keinem guten Stern: Noch vor dem ersten Saisonspiel erlitt er einen Riss der Achillessehne und nach der Operation und weiteren Komplikationen fiel er in der Saison 2006/2007 komplett aus. Bereits vor der Saison 2007/2008 wurde er am 24. Juli im Halbfinale des DFL-Ligapokals und am 5. August in der 1. Runde des DFB-Pokals eingewechselt (jeweils in der 63. Minute). Auch am ersten Spieltag der Liga kam er in der 59. Minute und hatte bis zum Ende der Hinrunde elf weitere Einsätze, wobei er sich dreimal in der Startelf befand und nur beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart über die volle Zeit spielte. Sein erstes Tor schoss er beim 5:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am 20. Oktober (10. Spieltag). Am 20. September bestritt er in der ersten Runde des UEFA-Pokals das erste internationale Spiel mit dem Glubb. Gegen Rapid Bukarest wurde er in der 74. Minute eingewechselt.


Spiele für den 1. FC Nürnberg:

  • Bundesliga: 12 Spiele (1 Tor)
  • DFB-Pokal: 2 Spiele (1 Tor)
  • UEFA-Cup: 3 Spiele
  • Ligapokal: 1 Spiel
  • Freundschaft/Test: 5 Spiele (2 Tore)
  • 2. Mannschaft: 3 Spiele (3 Tore)

Karlsruher SC

Im Januar 2008 wechselte Kennedy zum Karlsruher SC, wo er einen Vertrag bis 2011 unterschrieb. Der Verein lag damals auf dem sechsten Platz und damit deutlich vor Nürnberg. In seinem ersten Pflichtspiel für den KSC schoss Kennedy gleich gegen seinen früheren Arbeitgeber 1. FC Nürnberg das erste Tor für den neuen Verein, in den ersten fünf Spielen gelangen ihm vier Tore. Aufgrund seines guten Starts wurde er zum Fußballer des Monats Februar gewählt. In den folgenden fünf Spielen traf Kennedy nicht mehr. Anschließend fiel er bis zum Saisonende verletzt aus und der KSC wurde zur zweitschlechtesten Rückrundenmannschaft, was in Kombination mit der guten Hinrunde Platz elf ergab.

Zu Beginn der Saison 2008/09 stürzte Kennedy in ein Leistungstief. Obwohl ihm Trainer Edmund Becker zwölf Einsätze in der Startelf ermöglichte, erzielte der Australier keinen einzigen Treffer und strahlte letztlich derart wenig Torgefahr aus, dass er gegen Ende der Hinrunde seinen Stammplatz an Edmond Kapllani verlor, der zuvor für Kennedy weichen musste. Als ihn Becker kurz vor dem Rückrundenauftakt im DFB-Pokal Achtelfinalspiel gegen den Zweitligist SV Wehen Wiesbaden erneut in die Startformation beförderte, konnte Kennedy erneut nicht überzeugen. Nach einer enttäuschenden Leistung wurde er in der 71. Minute ausgewechselt und verweigerte hierauf das obligatorische Abklatschen mit dem Trainer. Dies hatte zur Folge, dass der Australier nicht für das folgende Punktspiel in der Fußball-Bundesliga nominiert wurde. Daraufhin erklärte Kennedy, er wolle den Club möglichst noch im Winter verlassen. Dies stellte sich jedoch deshalb als schwierig heraus, da laut KSC-Manager Rolf Dohmen keinerlei Anfragen für den Stürmer vorlagen. Im April wurde Kennedy schließlich von Trainer Becker begnadigt, ohne sich zuvor für sein Verhalten entschuldigt zu haben. Am 28. Spieltag stand er im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim erstmals wieder in der Startelf und bestritt daraufhin bis zum Ende der Spielzeit jede Partie von Beginn an, wobei er erst im letzten Match beim 4:0 gegen Hertha BSC mit einem Doppelpack zu seinen ersten Saisontreffern kam. Trotz dieses Sieges stieg der KSC aus der Fußball-Bundesliga ab.

Nagoya Grampus

Im Juni 2009 wurde bekannt, dass Kennedy den Verein verlassen und sich dem japanischen Team Nagoya Grampus anschließen wird. In seinem ersten Pflichtspiel in der J. League für die Nagoya Grampus gelang ihm am 18. Spieltag, der 18. Juli 2009, sein erster Treffer. Hierbei hat er die 1:0-Führung gegen Kyōto Sanga erzielt, welches dann mit 1:1 endete. Im weiteren Verlauf der Saison traf er weitere fünf Tore in der Liga. Im September 2009 schoss Kennedy seine Mannschaft ins Halbfinale der asiatischen Champions League. Im Viertelfinale gelangen ihm zwei wichtige Treffer, jeweils eins im Hin- und Rückspiel gegen die Kawasaki Frontale. Danach schieden sie im Halbfinale gegen Al-Ittihad aus.

In der Saison 2010 ergatterte er mit den Nagoya Grampus vorzeitig die japanische Meisterschaft und er wurde mit 17 Toren in der J. League Torschützenkönig.

Erfolge und Auszeichnungen

Nationalmannschaft

U-17-Nationalmannschaft

  • Vize-Weltmeister: 1999

Verein

VfL Wolfsburg

  • Der jüngste VfL Wolfsburg-Debütant der Bundesligageschichte: mit 18 Jahren und ein Monat (23. September 2000 gegen HSV)

1. FC Nürnberg

  • DFB-Pokalsieger: 2007 (ohne Einsatz)

Karlsruher SC

  • Fußballer des Monats: Februar 2008

Nagoya Grampus

  • Japanischer Meister: 2010
  • Japanischer Torschützenkönig: 2010